Ein Internetanschluss in der neuen Wohnung braucht oft mehr Vorlauf als Strom oder Gas — vor allem, wenn an der neuen Adresse noch keine passende Leitung liegt. Wer früh plant, vermeidet unnötige Wartezeit ohne Internet.
Für eine aussagekräftige Tarifprüfung können Sie PLZ, Straße und Hausnummer direkt im Ratgeber vorbereiten.
Unverbindlich · Partnervergleich · tatsächliche Verfügbarkeit wird adressbezogen geprüft
Der erste Schritt bei einem Umzug ist die Verfügbarkeitsprüfung für die neue Adresse — am besten schon vor der Vertragsunterschrift für die neue Wohnung. Ein Tarifvergleich mit der neuen PLZ und Hausnummer zeigt, welche Technologien (DSL, Kabel, Glasfaser) dort tatsächlich verfügbar sind. Das kann sich von der alten Wohnung deutlich unterscheiden — ein Glasfaseranschluss in der alten Straße bedeutet nicht automatisch Glasfaser in der neuen.
Viele Anbieter bieten einen Umzugsservice an: Der bestehende Vertrag wird auf die neue Adresse übertragen, sofern der Anbieter dort auch liefert. Das spart eine neue Vertragsbindung und oft auch die Aktivierungsgebühr. Liefert der bisherige Anbieter an der neuen Adresse nicht oder ist das Angebot dort schlechter, ist ein Wechsel zu einem neuen Anbieter meist die bessere Wahl — dann endet der alte Vertrag zum Umzugstermin und ein neuer Vertrag beginnt parallel.
Anders als bei Strom oder Gas kann ein Internetanschluss an der neuen Adresse echte Vorlaufzeit brauchen — besonders wenn eine neue Leitung oder ein neuer Hausanschluss nötig ist. Ist bereits eine passende Infrastruktur vorhanden (z. B. ein bestehender DSL- oder Kabelanschluss in der Wohnung), geht die Freischaltung meist innerhalb weniger Werktage. Muss dagegen neu verlegt oder ein Techniktermin koordiniert werden, sind je nach Region und Anbieter mehrere Wochen realistisch. Ein Umzugstermin sollte daher den Internetanschluss nicht als letzten Schritt behandeln, sondern frühzeitig anstoßen — im Idealfall vier bis sechs Wochen vor dem Einzug.
Entsteht trotz früher Planung eine Lücke zwischen Einzug und Freischaltung, ist ein mobiler LTE- oder 5G-Router eine praktische Übergangslösung. Er benötigt keine Installation, funktioniert sofort mit einer SIM-Karte und überbrückt die Zeit bis zur Festnetz-Freischaltung. Für Dauerbetrieb ist das in der Regel teurer und langsamer als ein regulärer Anschluss, als kurzfristige Lösung aber unkompliziert.
Wird kein Umzugsservice genutzt, muss der bisherige Vertrag separat zum Auszugstermin gekündigt werden — er endet nicht automatisch mit dem Mietende der alten Wohnung. Die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist gilt auch beim Umzug, sofern der Anbieter keine Sonderregelung für Umzüge anbietet. Manche Anbieter gewähren bei nachgewiesenem Umzug in ein Gebiet ohne eigene Netzabdeckung ein Sonderkündigungsrecht — das ist aber eine freiwillige Kulanzregel einzelner Anbieter, keine gesetzliche Pflicht, und sollte vor der Kündigung konkret erfragt werden.
Wer die bestehende Festnetznummer behalten möchte, kann bei einem Wechsel in der Regel eine Rufnummernmitnahme beantragen — das läuft über den neuen Anbieter und ist in den meisten Fällen innerhalb des gewählten Netzgebiets möglich. Bei einem Umzug in eine andere Stadt oder Region kann die bisherige Ortsvorwahl nicht immer übernommen werden; das hängt vom jeweiligen Anbieter und der Netzstruktur ab und sollte vorab geklärt werden.
Ein gemieteter Router ist bei Vertragsende meist zurückzugeben — die Fristen und Versandbedingungen stehen in den Vertragsunterlagen. Ein eigener, gekaufter Router kann in der Regel mitgenommen werden, muss aber unter Umständen für die neue Anschlusstechnik (z. B. Wechsel von DSL auf Glasfaser) neu konfiguriert oder durch ein kompatibles Modell ersetzt werden.
Vier bis sechs Wochen vorher: Verfügbarkeit an der neuen Adresse prüfen, Umzugsservice beim bisherigen Anbieter erfragen oder neuen Tarif vergleichen. Drei bis vier Wochen vorher: Vertrag abschließen beziehungsweise Umzug beauftragen, Installationstermin bestätigen lassen. Eine Woche vorher: Bei Bedarf mobile Übergangslösung organisieren. Am Einzugstag: Anschluss testen, Router einrichten. Nach dem Umzug: Rückgabe des alten Routers prüfen, Schlussrechnung der alten Adresse kontrollieren.
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