Wärmepumpen verbrauchen deutlich mehr Strom als herkömmliche Heizungen. Für solche Haushalte gibt es spezielle Tarifoptionen – die den hohen Verbrauch berücksichtigen.
Eine Wärmepumpe erhöht den Jahresstromverbrauch eines Haushalts erheblich. Je nach Gebäude und Heizlast kann der Verbrauch auf 8.000 bis 15.000 kWh und mehr steigen. Viele Netzbetreiber bieten für Wärmepumpen einen gesonderten Zähler und einen eigenen Tarif an – den sogenannten Wärmepumpenstrom.
Wärmepumpenstrom ist in der Regel günstiger als normaler Haushaltsstrom, weil er häufig in Schwachlastzeiten – also nachts – bezogen wird. Im Gegenzug kann der Netzbetreiber die Wärmepumpe in bestimmten Situationen kurzzeitig unterbrechen (sogenannte steuerbare Verbrauchseinrichtungen). Diese Unterbrechungen sind zeitlich begrenzt und beeinflussen die Heizwirkung in gut isolierten Häusern kaum.
Für den Wärmepumpentarif ist ein eigener Zähler erforderlich. Dieser muss vom Netzbetreiber genehmigt und eingebaut werden. Wer eine Wärmepumpe plant oder nachrüstet, sollte frühzeitig beim Netzbetreiber anfragen, welche Tarifoption verfügbar ist.
Beim Vergleich von Wärmepumpenverträgen gelten dieselben Regeln wie bei normalen Tarifen: Grundpreis, Arbeitspreis und Jahresgesamtkosten sind die relevanten Kennzahlen. Ein separater Vergleich für den Wärmepumpenanteil und den Haushaltsstrom ist sinnvoll.