Ökogas-Tarife werden mit erneuerbaren Quellen wie Biogas oder synthetischem Gas ausgeglichen. Die genauen Zertifizierungsstandards variieren je Anbieter und Tarif.
Ökogas oder Biomethan bezeichnet Erdgas, das durch Zertifikate oder direkte Beimischung mit regenerativ erzeugtem Gas ausgeglichen wird. Biogas entsteht durch die Vergärung von organischen Materialien wie Biomasse, Pflanzenresten oder organischen Abfällen. Das dabei entstehende Methan kann ins Erdgasnetz eingespeist werden.
Technisch fließt durch die Leitungen in der Regel das gleiche Gemisch wie bei konventionellem Erdgas. Der ökologische Ausgleich erfolgt über Zertifikate: Der Anbieter weist nach, dass eine dem Verbrauch entsprechende Menge Biogas ins Netz eingespeist wurde. Die Qualität dieser Zertifikate variiert – je nach Herkunft des Biogases und den verwendeten Zertifizierungsstandards.
Beim Vergleich von Ökogastarifen lohnt ein Blick auf den verwendeten Zertifizierungsstandard: Anerkannte Zertifikate wie der Grüner-Strom-Label-Standard (für Gas) oder ISCC-Zertifizierungen zeigen an, dass bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllt wurden. Reine Herkunftsnachweise ohne zusätzliche Zertifizierung sind weniger aussagekräftig.
Die Preisdifferenz zwischen konventionellen und Ökogastarifen variiert je Anbieter. Wer ökologisch heizen möchte, sollte neben der Zertifizierung auch Preis und Vertragsbedingungen berücksichtigen. Alternativ sind langfristig auch Wärmepumpen oder andere Heizsysteme eine Option – die Vergleichbarkeit verschiedener Heiztechnologien hängt vom individuellen Gebäude ab.