Der Jahresverbrauch hängt von Haushaltsgröße, Dämmung, Heizkörpern und Heizverhalten ab. Ein Durchschnittshaushalt mit Gasheizung verbraucht je nach Wohnfläche und Gebäudetyp unterschiedliche Mengen.
Der Gasverbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Das Erdgas aus der Leitung hat einen Brennwert, der regional variiert. Der Gaszähler misst den Verbrauch in Kubikmeter (m³); die Umrechnung in kWh erfolgt über den Brennwert und einen Zustandszahl-Faktor, den der Netzbetreiber auf der Abrechnung ausweist.
Wichtige Einflussfaktoren sind: Größe der Wohnfläche, Dämmstandard des Gebäudes, Alter und Effizienz der Heizungsanlage, Warmwasserbereitung über Gas oder elektrisch, und das individuelle Heizverhalten. Eine schlecht gedämmte Altbauwohnung verbraucht deutlich mehr Gas als ein gut gedämmtes Neubauhaus gleicher Größe.
Den eigenen Jahresverbrauch findet man auf der letzten Jahresabrechnung des Gasanbieters – dort ist der Verbrauch in kWh ausgewiesen. Dieser Wert ist die Grundlage für jeden Tarifvergleich. Je genauer der Verbrauch, desto aussagekräftiger der Kostenvergleich zwischen verschiedenen Tarifen.
Zur groben Orientierung: Ein Einpersonenhaushalt in einer gut gedämmten Wohnung ohne Gasheizung hat einen deutlich niedrigeren Gasverbrauch als ein Vierpersonenhaushalt in einem schlecht gedämmten Einfamilienhaus mit Gas-Zentralheizung. Wer seinen Verbrauch nicht kennt, kann für einen ersten Tarifvergleich einen Schätzwert aus einem Verbrauchsrechner verwenden.