Heiztemperatur senken, Räume richtig lüften, Warmwasserverbrauch reduzieren – diese Maßnahmen können den Gasverbrauch ohne Komfortverlust deutlich senken.
Beim Heizen gilt: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart Energie. Werden Räume, die tagsüber oder nachts nicht genutzt werden, auf eine niedrigere Temperatur eingestellt, summiert sich die Ersparnis über die Heizsaison. Programmierbare Thermostate erleichtern die zeitgenaue Steuerung.
Warmwasser ist nach Raumheizung der zweitgrößte Gasverbraucher in Haushalten mit Gasboiler oder Kombitherme. Kürzere Duschen, niedrigere Warmwassertemperatur (auf das hygienisch notwendige Minimum bei Einzelboilern achten) und der Einsatz von wassersparenden Duschköpfen reduzieren den Warmwasserverbrauch und damit den Gasverbrauch.
Auch Wärmedämmung wirkt sich direkt auf den Gasverbrauch aus: Gut gedichtete Fenster und Türen, Kellerdeckendämmung und Dachdämmung reduzieren die notwendige Heizleistung. Größere Maßnahmen sind mit Investitionskosten verbunden, aber selbst einfache Maßnahmen wie neue Türdichtungen oder Zugluftschutz an Fenstern haben Wirkung.
Verbrauchsmonitoring hilft, Einsparpotenziale zu erkennen: Wer regelmäßig den Gaszähler abliest und mit dem Vorjahreswert vergleicht, sieht schnell, ob Maßnahmen wirken oder ob ein ungewöhnlich hoher Verbrauch auf ein Problem hinweist. Auch ein Heizungsproblem – etwa ein Warmwasser-Leckageverlust – kann so frühzeitig erkannt werden.